"Die jahrelange Vernachlässigung Oberfrankens im Vergleich zu Südbayern muss ein Ende haben“, forderte der neu gewählte Bezirksvorsitzende der Jungen Liberalen in Oberfranken, Michael Ewald mit Blick auf die bayerische Staatsregierung beim Bezirkskongress der FDP-Jugendorganisation in Bamberg. „Eine baldige Rückgabeder oberfränkischen Kulturgüter aus München wie etwa der Bamberger Domschatzist hier nur die spitze des Eisberges“, so der 21-jährige, der an der Universität Bamberg u.a. Geschichte und BWL studiert. Ewald forderte vor allem ein umfassendes Innovationsprogramm der bayerischen Staatsregierung für Oberfranken, das den Wirtschaftsstandort nachhaltig stärkt.
Der Landesvorsitzende der JuLis Bayern, René Wendland, der zum Kongress gekommen war, lobte die Arbeit des scheidenden Bezirksvorsitzenden, Jobst Giehler. „Ihm ist es gelungen, die Mitgliederzahl in Oberfranken stetig zu erhöhen.“, so Wendland.
Gleich fünf Bamberger Junge Liberale wurden am Sonntag auf dem Bezirkskongress der JuLis Oberfranken in den Bezirksvorstand gewählt. Der neue Bezirksprogrammatiker Christopher Kah wertete dies als positives Feedback für die in Bamberg geleistete Arbeit der letzten Jahre. „Nun geht es um die Bezirksebene“, so Kah, „Unser Fernziel ist es, in jedem Kreis Oberfrankens die Jungen Liberalen zuetablieren.“
Neben der Förderung Oberfrankens sprach sich der Bezirkskongress für einen Erhalt der Leistungskurse an Gymnasien aus. „Das geplante Einheitsabitur ohne die Möglichkeit zur Schwerpunktsetzung ist der falsche Weg“, betonte Martin Pöhner, Bildungsexperte der JuLis.
Des Weiteren sprach sich der Kongress für eine Übertragung des Bamberger Modells eines „Migranten- und Integrationsbeirates“ auch auf Bayern aus. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Beirat eine wichtige Rolle bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund spielt, so der Bamberger JuLi-Kreisvorsitzende Alexander Rieper.



